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Türkei: Antalya - Izmir, Istanbul, August 2011

Reisereportage

5. Tag: Von Adrasan nach Kayaköy
Gleich die ersten Kilometer auf unserer heutigen Strecke nach Kayaköy zwischen Finike und Kale verlangen höchste Konzentration: Wir fahren auf der Schnellstraße D400, rechts das pure Gestein des West-Taurus-Gebirges und links das Mittelmeer, dazwischen schlängeln sich zwei Spuren mit Asphalt. Die Kulisse ist beeindruckend und einmalig. Als Autofahrer sollte man sich nicht der Schönheit hingeben, sondern sich lieber auf die Straße konzentrieren. Hier passieren häufig Unfälle, weil viele Kurven zum Schneiden einladen und türkische Autofahrer sich nur selten von einer durchgezogenen Mittellinie auf ihrer Spur halten lassen. Es ist jederzeit mit riskanten Überholmanövern kurz vor Kurven zu rechnen. Auch hier gilt der Grundsatz im türkischen Straßenverkehr: defensiv fahren. Kurz vor Kas hat die reizvolle Strecke ein Ende und wir passieren die hübsche Hafenstadt. Wer etwas mehr Zeit auf seiner Reise hat, sollte hier unbedingt einen Zwischenstopp einlegen. Für 5 Lira kann man direkt neben der Altstadt am Hafen parken und zu Fuß das Zentrum erkunden.

Xanthos
Uns hingegen zieht es weiter nach Xanthos. Hier warten auf uns – mal wieder – ein Theater und angeblich ein fantastisches Mosaik. Doch wo? Wir kämpfen uns selbst auf selten genutzten Pfaden durch Gestrüpp und Büsche den Berg hinauf, an Felsengräbern vorbei – doch vergeblich. Das Mosaik bleibt verschollen, doch die Aussicht auf die von Bergen eingerahmte Ebene ist mal wieder überwältigend. Auf dem Plateau reiht sich ein Gewächshaus an das nächste.

Villa Rhapsody
Keine Ahnung wie wir auf Kayaköy gekommen sind, um die nächste Nacht zu verbringen, aber es muss ein genialer Geistesblitz gewesen sein. In der Villa Rhapsody erwarten uns bereits Jeanne and Atilla – die holländisch, türkische Familie. Darüber hinaus überzeugt die Pension mit seinem blühenden Garten, dem Pool und den sauberen und hübschen Zimmern mit Balkon. Es ist 17 Uhr und wir werden direkt zum 5-Uhr-Tee eingeladen bevor es am Abend ein Überraschungsmenü geben wird. Jeanne kocht mit ihren fleißigen Küchenhelferinnen ein modernes türkisches Menü: Knoblauchsuppe als Vorspeise und danach eine geniale Lammkeule mit Kräuterkruste und dazu verschiedene Salate. Als Dessert gab es eine Art Milchreise mit karamellisierter Feige und Erdbeersauce – ein Traum. Uns bleibt nur zu sagen: „Elinize saglik“ – „Möge deine Hand gesund bleiben“, was die höchste verbale Anerkennung, die man einer Köchin geben kann. Zum Frühstück ging die Verköstigung gleich weiter: Omelett mit frischer Petersilie und Schafskäse, Joghurt mit frischem Obst, Brot, Marmelade, … .

Video: Uferstraße D400 zwischen Finike und Kale


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